Was darf nicht auf den Kompost?


Es steht außer Frage, dass auf einem Kompost lediglich organisches Material gehört. Auf jeden Fall darfst du nicht Metalle, Glas und Plastik auf den Kompost geben. Sowie alle künstlich erzeugten Materialien, die nicht kompostierbar sind. Und deshalb besser recycelt werden. Aber was darf nicht auf den Kompost?

Bestimmte Materialien kommen auf dem Kompost, die dort nicht entsorgt werden sollten.

Was darf nicht auf den Kompost?

Sicherlich nutzt du als leidenschaftlicher Gärtner die Küchen- und Gartenabfällen, um sie zu kompostieren. Damit du dich an dem geernteten Gemüse aus deinem eigenen Garten erfreuen kannst.

Jedoch sind nicht alle organischen Materialien zum Kompostieren geeignet. Hierzu zählen vor allem Lebensmittelabfälle, die einen starken Geruch produzieren, da diese Schädlinge anlocken können.

Zudem solltest du wissen, dass gewisse Gartenabfälle den Zersetzungsprozess um einiges verlangsamen oder sogar stoppen. Weiterhin musst du darauf achten, dass du keine Materialien auf den Kompost gibst, die Deinen Pflanzen in irgendeiner Weise einen Schaden zufügen.

Was darf nicht auf den Kompost: Liste

Hier findest du alles, was nicht auf den Kompost kommen sollte:

Fisch- und Fleischreste

Hierzu gehören mit Bestimmtheit Fleischreste beziehungsweise Fischreste. Der Gestank von verwesenden Meeresfrüchten und verrottenden Fleisch ist für Menschen zwar extrem abstoßend, doch für Ratten und Fliegen und generell für zahlreiche wilde Tiere anziehend.

Nach einem gemütlichen Picknick im eigenen Garten sollten daher Fleisch, Fisch sowie deren Knochen und Gräten nicht auf dem Komposthaufen landen.

Da nützt auch ein geschlossener Kompostbehälter nichts. Unerwünschte Schädlinge werden trotzdem angelockt.

Milchprodukte, Öle und Fette

Milchprodukte gehören nicht auf dem Kompost. Hierzu zählen Käse, Milch, Butter, Joghurt als auch saure Sahne.

Vermeide ebenso Öle und Fette auf deinen Komposthaufen zu kippen. Diese Lebensmittelabfälle ziehen unerwünschte Schädlinge an, die in der Zukunft großen Schaden in Deinem Garten verursachen können.

Ob nun durch Anfressen der Pflanzen oder durch Buddeln auf dem Beet oder durch ein Unterhöhlen deines Gartens.

Alle verarbeiteten Lebensmittel, die Milchprodukte beziehungsweise Fett enthalten, zum Beispiel übrig gebliebener Feta-Salat, darf nicht auf den Komposthaufen.

Pflanzen beziehungsweise Holz mit Konservierungsmitteln und Pestiziden behandelt

Auf gar keinen Fall darfst du Pflanzen, die mit Konservierungsmitteln behandelt oder mit Pestiziden vergiftet sind, achtlos auf dem Kompost zu entsorgen.

Die Rückstände von Chemikalien der Insektizide, Herbizide und Fungizide, die an den Pflanzen haften, die zur Beseitigung von Pflanzenkrankheiten und für die Tötung von Insekten eingesetzt werden.

Denn diese können den unerwünschten Effekt haben, die nützlichen Kompostierlebewesen zu töten. Die Rückstände von Herbiziden beeinträchtigen unter Umständen das Gedeihen der Pflanzen in Deinem Garten, wenn du die Komposterde zu den Pflanzen gibst.

Keine exotischen Früchte auf den Kompost

Vor allem bei den exotischen Früchten wie zum Beispiel Ananas, Bananen und Avocados ist Vorsicht geboten, da meist in ihren Herkunftsländern gesundheitsschädliche Spritzmitteln verwendet werden.

Ebenso musst du bei den Zitrusfrüchten Orangen, Grapefruits und Zitronen aufpassen.

Die Giftstoffe, die in die Komposterde eindringen, sind zwar bei einer guten Kompostierung für die Pflanzen tolerierbar, doch kann ich nur empfehlen, möglichst die Abfälle dieser Früchte auf ihrem Komposthaufen gering zu halten.

Weiterhin solltest du wissen, dass die Zitrussäure, die in den Schalen der Orangen, Grapefruits und Zitronen enthalten ist, für die Kompostwürmer sowie für andere Bodenlebewesen recht unangenehm ist.

Du kannst Süd- und Zitrusfrüchte zwar kompostieren lassen. Doch solltest du auf ein ausgewogenes Verhältnis achten. Ein guter Tipp ist, wenn du die Schalen vorher in Stücke schneidest.

Auf dem Weg werden sie schneller verrotten.

Laub von dem Baum der Schwarzwalnuss [Juglans nigra]

schwarzmalnuss mit frucht

Prinzipiell sind so gut wie alle unbehandelten Gartenabfälle vorteilhaft für deinen Komposthaufen. Du musst jedoch wissen, dass es ebenso Ausnahmen gibt. Hier sind die Blätter, Zweige als auch die Fruchtschalen und vor allem die Wurzeln des Schwarznussbaums zu nennen.

Aufgrund der natürlichen Substanz mit dem Namen Juglon, wird das Wachstum von zahlreichen Pflanzen gehemmt.

Im schlimmsten Fall können die Pflanzen sogar eingehen. Einige Gewächse sind besonders empfindlich, wie zum Beispiel Kartoffeln, Tomaten und Paprika.

Aber auch einige Zierpflanzen leiden unter der Substanz Juglon.

Hier ist die Pflanzengattung Schneeball [Azaleen] zu nennen, als auch Viburnum und Hortensien.

Forscher bestätigen, dass Juglon nach einiger Zeit und mit ausreichender Wärme abgebaut wird und die Toxizität verliert.

Weiterhin ist das Laub von Eichen, Buchen und Kastanien nicht wirklich von Vorteil, da es nur langsam verrottet.

Auch die Blätter von Pappeln, Platanen und Kirschlorbeer sind für das Kompostieren eher ungeeignet.

Keine Insektenbefallene und kranke Pflanzen

Damit Insekten sowie Krankheitserreger, zu dem Pilze und Bakterien gehören, abzutöten, solltest du für einen heißen Komposthaufen sorgen.

Optimal ist eine Temperatur von 60 bis 70 Grad, die mehrere Tage beibehalten wird.

Hierzulande erreichen die Komposthaufen in den meisten Fällen kaum solche hohen Temperaturen. Die Folge ist, dass Schädlinge überleben.

Nachtschattengewächse wie Kartoffeln, Auberginen, Tomaten und Paprika sind eher anfällig für verschiedene Krankheiten.

Tomaten als auch Kartoffeln werden oft von Braunfäule befallen. Wenn du kranke Blätter auf dem Kompost entsorgst, wird sich der Pilz vermehren.

Gesunde Tomatenblätter als auch Kartoffelkraut kompostiere ich jedoch immer.

Kein Unkraut mit Samen

Unkraut, dass Samen gebildet hat, solltest du besser nicht auf dem Komposthaufen schmeißen.

Sind die Komposttemperaturen unter 70 Grad, ist die Chance groß, dass die Samen beim Kompostieren überleben. Und diese können dann wieder in den Boden keimen.

Asche der Holzkohle

Im Grunde ist Asche aus deinem holzbefeuerten Kamin sowie von einer Feuerstelle in kleinen Mengen vorteilhaft für den Kompost.

Allerdings enthält die Kohle- und Holzkohleasche viel Schwefel, der die Komposterde für zahlreiche Pflanzen zu sauer macht.

Zudem können die Holzkohlebriketts mit Chemikalien versetzt sein, die sich für die Pflanzen schädlich auswirken.